Porta Westfalica Veltheim. Die Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica hat am Samstag, 24.11.2012, eine Großübung im Gemeinschaftskraftwerk Veltheim durchgeführt. Im Brecherhaus war es durch eine Kohlenstaubverpuffung zu einem Brand gekommen, dabei wurden 3 Personen verletzt und mußten in 16 Metern Höhe gesucht und gerettet werden. Die Übung war durch Hansfried Kuhnke und Thorsten Kranz zusammen mit der Kraftwerksleitung ausgearbeitet worden. Es handelte sich um eine Alarmübung, den Einsatzkräften wurde erst vor Ort mitgeteilt, das es sich um eine Übung handelte.

Laut Übungsszenario war es gegen 08:10 Uhr zur einer Verpuffung im oberen Bereich des Brecherhauses gekommen, dabei wurden mehrere Mitarbeiter des Kraftwerks verletzt und konnten den Bereich aus eigener Kraft nicht mehr verlassen. Durch Kollegen erfolgte der Notruf zur Feuerwehr.

Die Alarmierung der Einsatzkräfte erfolgte um 08:13 Uhr durch die Kreisleitstelle mit dem Alarmstichwort "Brand Industriebetrieb". Erstmals wurde die neue Alarm- und Ausrückeordnung der Portaner Wehr und damit die Neuorganisation nach Zügen getestet. In der ersten Alarmstufe rückten folgende Einheiten zum Kraftwerk aus: Hauptamtliche Feuer- und Rettungswache mit Rettungsdienst, ehrenamtliche Löschgruppen Veltheim, Möllbergen, Eisbergen, Holzhausen, Vennebeck, Holtrup, Einsatzführungsdienst, Einsatzdokumentation.

Vor Ort wiesen Mitarbeiter des Kraftwerks als Lotsen den Weg zum Einsatzort, die Einsatzleitung übernahm Heino Roggenkamp. Als erste Maßnahme wurden Trupps unter schwerem Atemschutz durch das Treppenhaus in das Gebäude zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vorgeschickt. Durch eine Nebelmaschine war eine starke Verrauchung simuliert worden. Durch den ersten Angriffstrupp kam schnell die Rückmeldung das mehrere Personen betroffen sind und weitere Kräfte benötigt werden.

Vor dem Brecherhaus wurde eine Sammelstelle für alle Atemschutzgeräteträger eingerichtet, Truppweise wurde dann in das Gebäude vorgegangen und dabei Material zu Menschrettung wie Bergungstücher und Fluchthauben transportiert. Der Weg über das Treppenhaus in voller Ausrüstung gestaltete sich sehr anstrengend, erst nach dem Aufstieg konnte die  Personensuche auf der obersten Ebene durchgeführt werden.

Aufgrund des hohen Bedarfs an Atemschutzgeräteträgern, erfolgte um 08:37 Uhr eine Alarmstufenerhöhung, damit wurden die ehrenamtlichen Löschgruppen Hausberge, Lohfeld und Neesen-Lerbeck mit dem Gerätewagen Atemschutz zur Einsatzstelle alarmiert. Damit waren etwa 75 Einsatzkräfte vor Ort.

Die Einsatzkräfte fanden in dem betroffenen Bereich 3 verletzte Personen vor, diese konnten über die Rampe eines Förderbandes gerettet und dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben werden. Die Verletzten wurden durch Kräfte des DRKs dargestellt.

Parallel zur Menschenrettung wurden 2 C-Rohre zur Brandbekämpfung im Gebäude vorgenommen, die Wasserversorgung erfolgte über das betriebseigene Hydrantennetz des Kraftwerks.

Die Übung wurde gegen 09:30 Uhr beendet, nach Rückbau und Verlastung der Ausrüstung fand in der Kantine des Kraftwerks bei Brötchen und Kaffee eine kurze Nachbesprechung statt. Dabei lobte Kraftwerksleiter Uwe Knorr den schnellen Einsatz der Feuerwehr und bedankte sich für die Einsatzbereitschaft der Teilnehmer. Auch Wehrführer Michael Schäfer und Organisator Hansfried Kuhnke bedankten sich für die Einsatzbereitschaft im Rahmen dieser Alarmübung, die insbesondere für die eingesetzten Atemschutztrupps sehr fordernd war. Eine weitere Nachbesprechung soll nach Auswertung der Beobachtereindrücke durchgeführt werden. Gegen 10:25 Uhr konnten alle Einsatzkräfte den Heimweg antreten.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.